02.05.2026 – Frühlingstour im Tannheimer Tal: Von Nesselwängle zum Sabachjoch

Am 2. Mai 2026 bot das Kaiserwetter im Tannheimer Tal die perfekte Gelegenheit für eine ausgedehnte Bergtour. Gemeinsam mit meinem Vater startete ich eine Runde, die uns von der Stille der unberührten Natur bis zum regen Treiben rund um die Kletterwände führte.

Der Aufstieg: Einsamkeit Richtung Sabachjoch

Unsere Tour begann am Parkplatz Nesselwängle Ost. Über die Wege 416/418a arbeiteten wir uns stetig nach oben, folgten später dem 416a und schließlich dem Weg 417 hinauf ins Sabachjoch.

Eigentlich war die Schneid unser Ziel, doch der Berg hatte andere Pläne: Aufgrund der aktuellen Schneelage und ungünstiger Wegverhältnisse entschieden wir uns am Joch zur Umkehr. Sicherheit geht am Berg immer vor – und die Flexibilität, Pläne anzupassen, ist oft der Schlüssel zu einem gelungenen Tag.

Die Planänderung: Panoramaweg unter den Nordwänden

Um das fantastische Wetter und die weite Fernsicht dennoch voll auszunutzen, verlängerten wir den Abstieg kurzerhand. Wir wählten den Weg 415, der uns unterhalb des Kellenschrofens und der markanten Kellenspitze entlangführte.

Bis zur Nesselwängler Scharte genossen wir die fast völlige Einsamkeit. Die Ruhe in diesem Abschnitt bot einen wunderbaren Kontrast zu den gewaltigen Felsformationen über uns. Allein im Klettersteig der Kellenspitze könnten wir schon zwei Kletterer beobachten.

Zurück in die Zivilisation

Nach Erreichen der Nesselwängler Scharte änderte sich die Szenerie merklich. Dass das Gimpelhaus bereits wieder bewirtschaftet wird, war deutlich spürbar – wir waren nun definitiv nicht mehr alleine. An der Roten Flüh standen die Leute auf den Schneefeldern an, wie am Hillary Step und aus der Zwerchwand hallten die Kommandos der vielen Kletterer, die die warmen Temperaturen für die ersten Touren der Saison nutzen

Der weitere Abstieg führte uns vorbei an der Tannheimer Hütte und im weiteren Verlauf an einer markanten Höhle sowie einem beeindruckenden Wasserfall. Über die Wege 417, 416a und das bekannte Teilstück 416/418 gelangten wir schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Auch wenn der Gipfel der Schneid heute nicht erreichbar war, bot die Runde eine erstklassige Kombination aus alpiner Ruhe und dem lebendigen Treiben der Kletterszene. Eine aussichtsreiche Tour, die zeigt, wie vielfältig das Tannheimer Tal bereits im frühen Mai sein kann.

FacebooktwitterredditpinterestmailFacebooktwitterredditpinterestmail
Total Page Visits: 10 - Today Page Visits: 10

Schreibe einen Kommentar