26.09.2018 – Erice – in luftiger Höhe

Erice ist eine ruhige, verwinkelte, wunderschöne, mittelalterliche Stadt auf dem gleichnamigen Monte Erice gelegen. Meistens trifft man hier nur andere Touristen, da die Großzahl der Häuser von ihren Besitzern nur in den heißen Sommermonaten an den Wochenenden genutzt werden. Durch seine Lage und Höhe (751m) ist es hier immer einige Grad kühler und die Sommerhitze lässt sich besser ertragen.

Geschichte:
Das antike Eryx ist als eine der drei grössten Elymer – Siedlungen (die anderen sind Motya und Entella) in Westsizilien, die Verteidigungsanlagen einer wohl schon im 8. Jhdt. v.Chr. entstandene erste Siedlung wurde von den verbündeten Karthagern im 6. Jhdt. v.Chr. verstärkt, es entstanden sog. „Zyklopenmauern“. Bis zum 3. Jhdt. v.Chr. nahm Erice als Stützpunkt der Karthager an Bedeutung zu und war im ersten punischen Krieg durch die Nähe zum Hafen von Drepanon ein wichtiges Standbein der Karthager auf Sizilien.

Nach der Eroberung durch die Römer, aus dem Heiligtum der phönizischen Astarte wurde eines der römischen Venus Ericina, verlor die Stadt an Bedeutung und verfiel zusehends.

Nachdem die Araber im 8. Jhdt. auf Sizilien Fuß gefasst hatten, blieb der Berg Gebel-Hamed wohl unbewohnt.

Erst nach der Eroberung Siziliens durch die Normannen wurde die Stadt unter dem Namen Monte San Giuliano unter Wilhelm II. d’Altavilla wieder aufgebaut, die Stadtmauern erneuert und Stadttore eingesetzt. Noch einmal stand die Stadt im Focus, im Sizilianischen Vesper stellte sie sich auf die Seite der Herren von Aragon und erhielt für die Unterstützung von Friedrich III. den Duomo gestiftet, in den folgenden Jahrhunderten ergab sich auf dem ummauerten Berg eine rege Bautätigkeit.

Ihren ursprünglichen Namen erhielt die Stadt Erice im Jahre 1934 im Rahmen der Re-Italianisierung der Ortsbezeichnungen durch das faschistische Regime zurück. (Quelle: https://de.wikivoyage.org/wiki/Erice)

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