10.03.2017 – Der Ruf des Göttervogels

Costa Rica, 5 Uhr morgens, Scheiße ist das kalt hier! Kaum zu glauben, aber sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, gehen die Temperaturen auf über 2000 Meter rapide zurück. Etwa 8° Celsius hat es über Nacht gehabt. Da waren wir dann doch froh um den kleinen Radiator in der Ecke, der zumindest etwas Wärme spendete.
Dick angezogen schlichen wir uns zum zeitigen Frühstück, auf Grund des tollen Ambientes auf ein großes Buffet oder ähnliches hoffend. Etwas enttäuscht blickten wir dann auf den kleinen Teller Obst, etwas Rührei und zwei Scheiben Toast mit Marmelade. Naja, die Reise ist ja auch Activ Plus und nicht Gourmet Plus.
So schulterten wir auch bald unseren Rucksack und machten uns auf die 12km lange Wanderung durch den Los Quetzales Nationalpark. Anfangs noch auf breiter Forststraße, doch bald schon auf schmalem Pfad schlugen wir uns durch den Dschungel und überwanden dabei gut 600 Höhenmeter. Diesmal zog unser Guide José das Tempo ziemlich an, um vor 12 Uhr wieder an der Lodge sein zu können und so blieb das Fotografieren ziemlich auf der Strecke. Auch der Namensgeber des Parks, der Göttervogel der Mayas machte sich rar und neckte uns nur mit seinen Rufen. Zu Gesicht bekamen wir ihn aber leider nicht.

Nach einer erfrischenden Dusche nahmen wir kurz nach zwölf unsere Plätze im Bus ein und ließen uns die schwindelerregend steilen Serpentinen zurück zur Pan Americana kutschieren. Weiter ging es auf selbiger zum höchsten Punkt, auf etwa 3400 Meter Höhe. Kaum zu glauben, aber hier gibt es immer noch üppig grüne Vegetation und wenn kein kalter Wind geht, kann man es in kurzen Sachen gut aushalten.
Im „Abstieg“ ließen wir uns noch eine kleine Stärkung in einem Straßenrestaurant munden. Vollgestopft wiegten uns die vielen Kurven und das eintönige Brummen des Motors schnell in den Schlaf und ließen uns die Köpfe auf die Brust sinken.
Bald erreichten wir San Gerado de Rivas für einen schnellen Einkaufsstopp, bevor es auf die letzten Kilometer in unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte im Reserva Talamanca ging.

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